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Knieschmerzen: Überblick

Dass das Knie so anfällig für Schmerzen ist, hat viele Gründe. Warum neben Krankheiten auch Überbelastung im Sport und Beruf dazu gehören – mit Symptome-Check Knieschmerz
von Dr. Claudia Osthoff, aktualisiert am 04.09.2017

Knieschmerzen gehören zu den häufigsten Gelenkproblemen

Fotolia/Monet

Knieschmerzen – kurz zusammengefasst

  • Knieschmerzen können plötzlich, bei Belastung oder in Ruhe, auftreten oder wiederholt bis anhaltend (chronisch) bestehen. Die Grenze, ab wann ein Schmerz chronisch ist, wird häufig bei drei oder sechs Monaten Schmerzdauer gezogen. Eine mehr patientenbezogene Sichtweise beinhaltet, dass chronische Schmerzformen länger zur Last fallen, als es im Verhältnis zur ursprünglichen Ursache oder Diagnose plausibel wäre.

  • Führende Schmerzursachen sind Sportverletzungen und Verschleißerkrankungen wie Arthrose, sodann Gelenkrheuma.

  • Die Lokalisation der Schmerzen am Knie –  vorne, hinten, außen oder innen und ob ein oder beide Knie betroffen sind – kann ein Hinweis auf die Ursache sein.

  • Die Diagnose oder Verdachtsdiagnose stellt der Arzt durch manuelle Tests, mit denen er Beschaffenheit, Beweglichkeit und Belastbarkeit der Knie prüft. Häufig kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, eventuell auch eine Magnetresonanztomografie (MRT) hinzu, bei Bedarf ein Eingriff wie die Gelenkspiegelung (Arthroskopie). Teilweise dient sie auch als Therapie.

  • Nach Möglichkeit werden Knieschmerzen konservativ behandelt: mit  entzündungshemmenden Schmerzmitteln, physikalischer Therapie und Übungstherapie (Physiotherapie). Gelenkrheuma erfordert zusätzliche Medikamente (Basistherapeutika und Biologika). Bei den Knieoperationen steht der Gelenkersatz (Endoprothetik) im Mittelpunkt.

Das Knie ist immer für Symbolik gut: Der Ausspruch "sich in eine Sache hineinknien" zeichnet ein Bild von Kraft und Entschlossenheit. Aber so stark die Knie auch sein mögen: Beim Sport sind sie oft besonders gefordert – vor allem, wenn viel Laufen und Springen im Spiel ist. Daher gehören Knieverletzungen zum sportlichen Alltag. Ob Bänderriss, Meniskusschaden oder Kniescheibenbruch: Die Möglichkeiten, sich das Knie zu verletzen, sind zahlreich.

Knieschmerzen: Was dahinter stecken kann

Überbelastung kann den Knien schon von Kindesbeinen an zusetzen – ausgerechnet den sportlich aktiven. Manchmal treten dann Wachstumsstörungen mit Schmerzen an bestimmten Stellen im noch ausreifenden Knochen auf. Mit den sogenannten Wachstumsschmerzen hat das aber nichts zu tun. Dazu mehr im Kapitel "Knieschmerzen – Ursachen".

Laufen, Springen, im Kraftraum, beim Kampfsport: Überall müssen die Knie ran

iStock/Braun S.

Bei erwachsenen Sportlern ist Überbelastung noch häufiger der Grund für Knieschmerzen. Was sich in dieser Hinsicht bei Kindern mitunter als Sinding-Larsen-Johansson-Syndrom entpuppt, zeigt sich bei Erwachsenen als Springerknie (Patellaspitzensyndrom). Beide Male geht es um strapazierte Sehnenansätze am Knie. Aber das ist längst nicht alles.


Kniearthrose – der Ratgeber:

Frau mit Knie Arthrose

Arthrose des Kniegelenks

Als Gonarthrose – Arthrose des Kniegelenks – bezeichnen Mediziner den Gelenkverschleiß des Knies. Was Sie wissen sollten »

Arthrose ist eine der häufigsten Ursachen von Gelenkschmerzen, gerade auch auch am Knie. Bemerkbar macht sich eine Kniearthrose meist ab der Lebensmitte. Überbelastung, etwa auch im Freizeit- und Berufssport, fördern den vorzeitigen Beginn. Was indes kaum bekannt ist: Knieschmerzen können auch von einer Hüftarthrose ausgehen.

Ganz anders Rheuma: Viele rheumatische Krankheiten zielen auf den Körper als Ganzes. Außer Gelenken erkranken häufig auch andere Organe. Es kommt zu einer Entzündung, die nicht selten auch das Allgemeinbefinden spürbar beeinträchtigt – erkennbar etwa an Abgeschlagenheit, leichtem Fieber, Krankheitsgefühl. Je nach miterkrankten Organen treten weitere Beschwerden auf. Besonders belästigend sind aber die schmerzenden, geschwollenen, morgens länger steifen Gelenke, ein Leitsymptom bei Rheuma. Häufig erkranken kleinere Gelenke an Händen und Füßen, aber auch größere wie Knie oder Sprunggelenke. Im Unterschied zu Arthrose kann Rheuma auch Kinder betreffen.

Gelegentlich gerät das Knie in den Sog einer Krankheit, die zunächst gar nichts mit den Gelenken zu tun hat, zum Beispiel ein Darminfekt. Da kommt es durchaus vor, dass sich ein Gelenk wie das Knie im Nachhinein entzündet und Schmerzen bereitet. Reaktive Arthritis nennen Ärzte das. Die ursprünglichen Beschwerden, etwa Bauchschmerzen und Durchfall, sind dann meist schon vergessen.

Stoffwechselerkrankungen oder Blutkrankheiten können das Kniegelenk ebenfalls in Mitleidenschaft ziehen. Beispiele: Gicht, Pseudogicht und Eisenspeicherkrankheit einerseits, die Bluterkrankheit andererseits. Teilweise kann frühzeitige, gezielte Therapie hier Schäden am Knie und damit Verformungen, Schmerzen und Gehbehinderungen begrenzen. Manchmal ist ein Kunstgelenk allerdings unvermeidlich.

Knieschmerzen bei einem Bandscheibenvorfall? Auch das gibt es. Mitunter strahlen Schmerzen nämlich von einer gereizten Nervenwurzel am Rückenmark ins Knie aus (siehe unter "Schmerzen im Gesäß / Kreuz" und unter "Hexenschuss"). Verlagertes Bandscheibengewebe kann hier der Ausgangspunkt sein. Gefühlsempfindliche Nervenfasern, die einen bestimmten Bereich des Beins versorgen, vermitteln hier zwar den Eindruck einer vermeintlichen Schmerzursache am Knie. Es sind aber "nur" fortgeleitete Schmerzen.

Mitunter steckt eine Reizung des Hautnerven im Hüftbereich (sogenannte Meralgia paraesthetica) hinter einem Knieschmerz. Mehr dazu unter "Hüftschmerzen".

Das heißt also: Knieprobleme können viele verschiedene Ursachen haben. Auch betreffen sie keineswegs nur die "Generation Erfahrung".

Das Knie: Wirklich das Gelenk der Superlative?

Keine Frage: Das Knie ist unser größtes Gelenk, es verbindet unsere zwei mächtigsten Knochen miteinander: Oberschenkelknochen und Schienbein. Als Scharniergelenk lässt es sich beugen und strecken. Bei gebeugtem Knie kann man auch hervorragend mit dem Unterschenkel kreiseln. Das Knie ist also ein Drehwinkelgelenk. Mehr zur Knieanatomie? Klicken Sie im Körperatlas auf Bewegungsapparat und dann auf Kniegelenk.

Dank der Knie sind wir enorm flexibel: Sie verhelfen uns im Einklang mit Wirbelsäule, Hüft- und Sprunggelenken zum Stehen und Gehen, Laufen und Springen, Klettern und Tanzen und mehr. In angewinkelter Stellung machen sie gutes Sitzen erst wirklich möglich. Oder Hocken und Knien – so nützlich wie unbequem, ja kniefeindlich diese Haltungen auch sein mögen. Hartnäckige Knieschmerzen dagegen beeinträchtigen mit der Zeit die Lebensqualität nachhaltig, häufig auch die Arbeitsfähigkeit.

Lasche Muskeln – schwache Knie?

Jedes Knie reagiert anders. Aber seine Konstruktion bringt einfach ein gewisses Verletzungs- und Verschleißrisiko mit sich. Das liegt daran, dass die knöchernen Teile – die Gelenkpartner – nicht völlig formschlüssig ineinander greifen. Vielmehr wird das Kniegelenk durch Bänder und Muskeln zusammengehalten und geführt. Nicht jeder hat hier athletische Kraftpakete vorzuweisen. Je nachdem kann der Bewegungsablauf etwas unpräzise sein. Das ist zwar nicht gleichbedeutend mit einem Wackelknie, wie es etwa bei Bindegewebsschwäche oder infolge einer Verletzung vorkommt. Doch über die Jahre hinweg stehen die Zeichen auf Verschleiß. Lasche Muskeln – schwache Knie, da ist also durchaus etwas dran.

Gartenarbeit: Knie so gut wie möglich schonen

Thinkstock/Comstock Images

Übergewicht, Achsenfehlstellungen, etwa ein X- oder O-Bein, ebenso bestimmte Zwangshaltungen belasten die Knie. Zum Beispiel Arbeiten im Knien und Hocken: Die Kniescheiben drücken hier stark gegen die Gleitflächen, je tiefer die Hocke, desto mehr. Oder viel Gehen und Laufen auf hartem oder unebenem Grund. Kommen ständig Krafteinsätze dazu, steigt der Druck im Knie erheblich. Das Gelenk wird schlechter durchblutet, Verschleiß und Schmerzen sind programmiert.

Wie Knieschmerzen sich äußern

Bei Schmerzen, so auch am Knie, unterscheiden Ärzte im Allgemeinen zwischen akut und chronisch. Akute Schmerzen dauern wenige Stunden bis Tage, klingen also wieder ab: spontan oder dank der passenden Therapie.

Auch chronische Schmerzen beginnen irgendwann mehr oder weniger akut, oder sie entwickeln sich von Anfang an schleichend. Definitionsgemäß dauert ein chronischer Schmerz mehr als sechs Wochen, häufig sind es mehr als drei Monate. Obwohl viele Betroffenen unter der Behandlung zunächst schmerzfrei werden, erleiden sie nicht selten Rückfälle. Bei einer rheumatischen Erkrankung beispielsweise flammen chronische Schmerzen immer wieder auf. In anderen Fällen, zum Beispiel bei Wachstumsschäden im jugendlichen Knochen, wachsen sie sich buchstäblich aus. Das kann mitunter aber bis zu ein Jahr dauern.

Wann zum Arzt?

Kniebeschwerden sollten Sie vom Arzt abklären lassen. Je früher ein schmerzendes Knie untersucht und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, dass es wieder ausheilt. Umso wichtiger ist das, wenn noch andere Gelenke schmerzen oder weitere Beschwerden vorliegen, etwa Schwellungen und Steifheitsgefühl, wenn die Beschwerden zunehmen oder wieder auftreten.

Notfälle gibt es auch am Knie

Bei einer maßgeblichen Knieverletzung ist umgehend ein Arzt gefragt. Beispiele: ein knienaher Knochenbruch oder ein Bänderriss, allemal natürlich bei Komplikationen wie einer offenen Infektion des Gelenks oder einer begleitenden Nervenschädigung. Lässt sich der Fuß (Zehenspitzen, seitlicher Fußrand) nicht mehr anheben, deutet das auf eine Schädigung des entsprechenden Nervs hin. Dabei können auch Gefühlsstörungen auftreten.

Bei einer schweren Infektion kann das Gelenk erheblichen Schaden nehmen, oder es droht eine Blutvergiftung (Sepsis).

Ein ebenfalls ernstes, aber seltenes Krankheitsbild ist die Purpura Schoenlein-Henoch. Es kommt in erster Linie bei Kindern und jungen Menschen vor dem 21. Lebensjahr vor. Dahinter steckt eine allergische Entzündung kleinster Gefäße (Fachbegriff: Vaskulitis) nach einem Infekt der oberen Luftwege. Die Haut weist tastbare Knötchen und Rötungen auf, sogenannte Purpura, eigentlich kleinste Blutungen unter der Haut. Sie finden sich vor allem an den Streckseiten der Beine und am Gesäß. Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, Fieber, eventuell Blut im Urin – das sind nur einige der möglichen Symptome, die auf ein ernstes Krankheitsgeschehen hnweisen. 

! Warnzeichen bei Knieschmerzen – Rufen Sie Ihren Arzt oder den Notarzt (Notruf 112):

  • Akute Schmerzen, Schwellung, eingeschränkte Beweglichkeit (eines oder beider Knie, mit oder ohne Verletzung)
  • Zudem: bei Fieber, Schüttelfrost, Rötung der Haut am Knie, eventuell "Schwappen" am Knie beim Tasten

Untersuchung: Wie gut beweglich ist das Knie?

Mauritius/allOver

Knie-Diagnosen, Knie-Therapien

Lebensalter, Begleitumstände, Vorgeschichte – solche Faktoren sind auch beim Knie diagnoserelevant. So macht es einen Unterschied, ob ein Junge im Wachstumsalter oder ein Mittfünfziger über Knieschmerzen klagt. Manche Schmerzprobleme sind typisch für das Kindes-, Jugend- und junge Erwachsenenalter (siehe Liste weiter unten), andere treten erst später auf.

Nochmals zur Spurensicherung: Wenn ein Ballsportler sich beim Zusammenprall mit einem Mitspieler das Knie prellt, ist der Verletzungshergang nachvollziehbar. Eine zurückliegende Verletzung kann für vorzeitige Verschleißerscheinungen wie Arthrose und dadurch bedingte Knieschmerzen verantwortlich sein.

Die seitenvergleichende körperliche Untersuchung und Bewegungstests der Knie führen den Orthopäden meist schon zur (vorläufigen) Diagnose. Röntgenaufnahmen und eine Ultraschalluntersuchung können sie stützen oder bestätigen. Wenn es um besondere Therapieentscheidungen geht, plädieren Ärzte wegen der Aussagekraft der Informationen inzwischen für eine frühzeitige Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie). Bei speziellen Fragen zur Beschaffenheit der Gelenkknochen kann auch eine Computertomografie oder Szintigrafie angezeigt sein. Trotzdem haben Röntgenbilder nach wie vor ihren Platz.

Bei Gelenkentzündungen sind Laboranalysen, mitunter auch die Untersuchung entnommener Gelenkflüssigkeit oder einer Gewebeprobe (Biopsie) notwendig.

Eingreifender noch ist die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) – weniger invasiv als eine herkömmliche Operation zwar, insofern minimal invasiv genannt. Aber es gelangen immerhin Instrumente in das Gelenk, es wird geschnitten, gehobelt und genäht. Die Arthroskopie dient sowohl der Diagnose als auch der Therapie von Knieschmerzen.

Stichwort Therapie: Die Behandlung von Knieproblemen hängt von der Ursache ab, ein allgemeines Prinzip. Dennoch sind hier häufig dieselben konservativen Maßnahmen erfolgversprechend: Schonung, Ruhigstellung oder Stützen des Knies mit einer Bandage, Kräftigung der Oberschenkelmuskeln durch gezielte, das Knie nicht belastende Übungen (Physiotherapie), dazu eventuell eine physikalische Therapie und für kurze Zeit ein entzündungshemmendes Schmerzmittel. Es muss also nicht immer gleich operiert werden.

Allerdings gibt es auch Situationen, in denen ein Eingriff unvermeidlich ist: sei es bei einer Verletzung, Einklemmungserscheinungen durch einen freien Gelenkkörper, bestimmten Rissen eines Meniskus im Knie oder nicht anders beeinflussbaren Knieschmerzen. Viele operative Maßnahmen lassen sich heute gezielt durch eine Arthroskopie erledigen.

Weiterführende Informationen dazu im Kapitel "Knieschmerzen – Grundsätzliche Behandlungswege" und, mit Bezug auf die beschriebenen Schmerzursachen, im Kapitel "Knieschmerzen-Ursachen".

Welcher Facharzt ist sonst noch zuständig?

Wenn der Verdacht auf eine Rheuma-Erkrankung besteht, ist ein Internist / Rheumatologe oder ein rheumatologischer Orthopäde gefragt. Manchmal ist ein Stoffwechsel- oder Gerinnungsspezialist der richtige Ansprechpartner. Bei Verdacht auf eine Nervenerkrankung wird man sich an einen Neurologen wenden. Er kann auch feststellen, ob die Ursache eines schmerzhaften Gelenkproblems und begleitender Muskelstörungen eventuell an einer neuromuskulären Erkrankung liegt. Neuromuskulär bezieht sich auf das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln.


Sportverletzung, hier wohl zum Glück nur oberflächlich

W&B/Bernhard Huber

Auf einen Blick: Die häufigsten Ursachen von Knieschmerzen

  • Knieverletzungen: akut und chronisch

- Knochenbruch: Gelenkfortsätze des Oberschenkelknochens (Kondylen, auch Gelenkrollen), Schienbeinkopf, Kniescheibe;
- Verrenkung: Knie, Kniescheibe
- Bänderriss am Knie: Seiten-, Kreuzbänder, Kapsel-Bandverletzungen, Kniescheibensehne, Sehne des Oberschenkelstreckmuskels
- Meniskusschäden: Akuter Meniskusriss; chronischer Meniskusschaden (Meniskopathie)

  • Vorderer Knieschmerz: Kniescheibe & Co.

- Chondromalazie (Knorpelschaden und Schmerzen hinter der Kniescheibe)
- Plica-Syndrom (Schmerzen durch entzündete Gelenkhautfalte im Knie)
- Entzündung / Vernarbung des Hoffa-Fettkörpers im Gelenk
- Veränderungen der Kniescheibe bei erblichen Erkrankungen des Bindegewebes

  • Abnutzung von Sehnen und Bändern

- Springerknie (Patellaspitzensyndrom)
- Läuferknie (Iliotibiales Band-Syndrom)

  • Gereizte Schleimbeutel am Knie

- Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
- Sonderfall: Baker-Zyste

  • Knochen-Knorpelschäden (Osteochondrose, Osteonekrose)

- Osgood-Schlatter-Krankheit: Störung am oberen Schienbein, es erkranken Kinder und Jugendliche
- Sinding-Larsen-Johansson-Syndrom: Störung an der Kniescheibenspitze, betrifft Kinder und Jugendliche
- Osteochondrosis dissecans: Knochen- und eventuell Knorpelschaden mit Gelenkmaus, einerseits bei Kindern und Jugendlichen, andererseits bei Erwachsenen (vermutlich in der Kindheit schon vorhanden, aber symptomlos)
- Ahlbäck-Krankheit: Knochen-Knorpel- und damit Gelenkschaden, Frauen erkranken häufiger als Männer, meist im mittleren und höheren Alter

  • Volkskrankheiten: Kniearthrose, Rheuma

- Arthrose des Kniegelenks
- Rheuma, unter anderem rheumatoide Arthritis (auch bei Kindern)

  • Knieschmerzen bei Stoffwechsel- und Blutkrankheiten

- Gicht
- Pseudogicht
- Familiäre Hypercholesterinämie
- Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose)
- Bluterkrankheit (Hämophilie)

  • Knieschmerzen durch Infektionen

- Viruserkrankungen: Etwa bei Röteln, Ringelröteln, Mumps, sodann Virushepatitis und HIV-Infektion
- Gelenkentzündungen durch Bakterien: Beispielsweise Staphylokokken, Streptokokken,  Tuberkelbakterien (Mycobacterium tuberculosis, Erreger der Tuberkulose), Brucellen, Borrelien & Co.
- Pilzinfektionen (selten): Zum Beispiel mit Candida-Hefepilzen

  • Knieschmerzen bei oder nach Infektionen

- Rheumatisches Fieber: Seltene Erkrankung nach einer Infektion zum Beispiel mit Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken
- Reaktive Arthritis: Nach Infektionen mit Erregern von Darminfekten wie Campylobacter jejuni oder Salmonellen und nach sexuell übertragenen Harnwegsinfekten (Chlamydien) oder Gonorrhoe/Tripper (Neisseria gonorrhoeae)
- Purpura Schoenlein-Henoch: Mitunter nach einem Atemwegsinfekt

  • Weitere Ursachen von Knieschmerzen

- Überbewegliches Gelenk, etwa bei sehr laxen Bändern
- Fortgeleiteter Schmerz, zum Beispiel bei einem Bandscheibenvorfall
- Fibromyalgie
- Chronisches Müdigkeitssyndrom
- Gefäßkrankheiten (Arterien- und Venenthrombose)
- Nervenschädigungen
- Eher Selten: Gut- und bösartige Tumoren


Die hier gelisteten Ursachen sind noch einmal genauer im Kapitel "Knieschmerzen – Ursachen" beschrieben, das auch auf die Therapiemöglichkeiten eingeht oder weiterführende Links anbietet.

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Verschleißt der Knorpel im Kniegelenk, kann das schmerzen. Mit Physiotherapie, Medikamenten und speziellen Therapien lässt sich dagegen angehen  »

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.




Bildnachweis: Thinkstock/istock, iStock/Braun S., PhotoDisc/ RYF, W&B/Bernhard Huber, Mauritius/allOver, Fotolia/Monet, Thinkstock/Comstock Images
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